*+* Hochemotionales Buch, das die Welt ringsherum vergessen lässt *+*

Violets-Vermachtnis-9783426652633_xsRae Meadows: „Violets Vermächtnis“                    :-D :-D :-D :-D :-D

Rückentext:
Welche Opfer bringt man für die, die man liebt?
Anfang des 20. Jahrhunderts wird die elfjährige Violet mit anderen Kindern aus den Armenvierteln New Yorks aufs Land verschickt. Angeblich warten dort christliche Familien, um sie aufzunehmen. Voller Hoffnung, die Liebe zu finden, die ihre labile leibliche Mutter ihr nicht geben kann, macht sich Violet auf den Weg…
Einhundert Jahre später erhält die junge Künstlerin Samantha eine Kiste mit Erinnerungsstücken ihrer Mutter Iris und ihrer Großmutter Violet. In den Fotos, Rezepten und Briefen verbirgt sich der Schlüssel zu jenen Geheimnissen, die die Frauen ihrer Familie über die Generationen hinweg gehütet haben.

Das Cover:
Auf dem Umschlag dieses Hardcover-Romans sieht man einen goldenen Schlüssel am Rand eines Steintisches liegen. Diesen Schlüssel ziert ein violettes Band…passend zum Titel in violetter Schrift. Dieser Schlüssel weist den Leser vorzeitig darauf hin, dass einige Geheimnisse gelüftet werden.

Meine Zusammenfassung:
Rae Meadows erzählt diese Familiengeschichte nicht chronologisch, sondern abwechselnd aus der Sicht dreier Frauen. In erster Linie geht es um Violet, die Mutter von Iris, die wiederum Tochter Samantha zur Welt gebracht hat. Violets Geschichte spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ihre Mutter Lilibeth ist alleinerziehend und völlig naiv. Sie denkt, dass sie sich nur dem richtigen Mann an den Hals werfen muss, damit sie und ihre Tochter ausgesorgt haben und ein schönes Leben führen können. Jedoch gerät sie immer an die falschen Männer und schafft es nicht, ihrer beider Leben in die Hand zu nehmen und etwas daraus zu machen. Sie beschließt, Violet in einen der Züge des Kinderhilfskomitees zu setzen, um ihr die Chance einer besseren Zukunft zu geben. Iris ist Violets Tochter. In der Lebensphase, die Rae Meadows von ihr schildert, liegt sie in den letzten Zügen ihrer Krebserkrankung. Durch Iris´ Rückblicke erfahren wir vieles aus ihrem Leben, aber auch einiges über Violet. Samanthas war während des Todes ihrer Mutter schwanger mit ihrer Tochter Ella, die nun 8 Monate alt ist. Eigentlich war Sams Berufung immer ihre Töpferei und Keramikkunst. Seit knapp einem Jahr stand sie nun nicht mehr an ihrer Töpferscheibe. Samanthas Teil der Geschichte handelt davon, wie sie versucht, in ihrem alten Leben wieder Fuß zu fassen. Auch ihr Part ist durchzogen von vielen Rückblicken, die dem Leser weitere Puzzlestücke zukommen lassen.

Meine Meinung:
Obwohl die Autorin nicht nur zwischen den Erzählsträngen der Frauen springt sondern auch innerhalb der einzelnen drei Geschichten viele Rückblicke einbaut, lässt sich dieses Buch sehr gut lesen und verstehen. Man kann „Violets Vermächtnis“ auf zweierlei Art lesen. Entweder man liest es nur so zur Unterhaltung, denkt kurz drüber nach und legt es dann weg. Oder aber man liest es langsam und bewusst und lässt zu, dass das Buch einen in seinen Bann zieht. Ich habe diese Variante gewählt und mich auf einem hochemotionalen Level gefangen nehmen lassen. Die Autorin schildert gnadenlos, ungeschminkt und ohne mit der Wimper zu zucken. Egal, ob wir Violet in ihrer aussichtsloses Jungend des hoffnungslosen New Yorks besuchen oder an Iris´ letzten Lebenswochen Anteil nehmen. Auch Samanthas dunkler Punkt wird schonungslos dem Leser vorgeführt. Frau Rae schildert unvoreingenommen und objektiv und lenkt somit den Leser nicht in eine Richtung sondern lässt ihm die Chance, sich seine eigenen Gedanken machen zu können. Dies tat ich selbst auch viele Male an vielen Stellen. Dieses Buch bestärkt darin, sich in ausweglosen Lagen nicht den bedrückenden Zukunftsaussichten zu beugen sondern zu kämpfen und aus allem das Beste zu machen. Oder um es mit Violets radikalen Worten zu sagen: „Reiß´ dich zusammen. Das ist doch nicht so schlimm.“ Auch wenn das große Glück sehr fern scheint, gibt es genügend kleine Glücke, die man genießen kann. Dies lehrt uns Iris, die kurz vor ihrem Tod dankbar für die kleinen Dinge des Lebens ist und diese ausgiebig genießt. Es kommt halt alles auf die Sichtweise an!

Mein Fazit:
Am liebsten hätte ich „Violets Vermächtnis“ in einem Rutsch verschlungen. Aber dafür war es mir zu kostbar. Dieses Buch ist es wert, langsam gelesen und genossen zu werden!
5 von 5 Sternen!!!

 

Mein Fazit: Von dem Buch an einigen Stellen zu Tränen gerührt bin ich dankbar für das Leben, das ich führen darf.

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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